Säure-Basen-Gleichgewicht mit Basenpulver beeinflussen
Ich habe in letzter Zeit viel über Basenpulver und Säure-Basen-Gleichgewicht recherchiert. Wie genau muss man denn den pH-Wert des Urins bestimmen, um die Wirkung von Basenpulvern festzustellen? Ist die tägliche Schwankung nicht ein Problem für die Aussage über eine mögliche Übersäuerung/Azidose bzw. Überprüfung, ob Alles normal ist oder ob man überhaupt Basenpulver braucht?
Hat Jemand Erfahrungen mit der Einnahme von Basenpulvern bzw. basischen Mineralstoffen und einer messbaren Erhöhung der Basizität in Verbindung mit dem Verschwinden von Schmerzen oder der Verbesserung des Wohlbefindens? Ich meine: gibt es einen richtigen (messbaren) Nachweis, dass es bei Erhöhung der Basizität (mit Basen-Mineralstoffen) einen gesundheitlichen Vorteil gibt?
Re: Säure-Basen-Gleichgewicht mit Basenpulver beeinflussen
In der Apotheke gibt es pH-Teststreifen zu Urin-Messung. Der pH-Wert des Urins unterliegt aber typischen Schwankungen. Die angehängte Datei zeigt den typischen Verlauf und die Bandbreite des "Normalbereiches". Die Messung sollte
über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, Änderungen aufgrund der Beeinflussung mit basischen Mineralstoffen sind mitunter erst nach Wochen zu messen
zur gleichen Tageszeit durchgeführt werden, mindestens jedoch tagsüber sowie abends oder morgens
ordentlich protokolliert werden, am besten in eine Excel-Tabelle schreiben, das kann man dann gut auswerten.
Wenn der Urin-Wwert im Normalbereich liegt, kann man wohl ziemlich viel Basenpulver zu sich nehmen und trotzdem keine signifikante Änderung bzw. pH-Erhöhung erreichen (Säure-Basen-Haushalt, Säure-Basen-Gleichgewicht). Anders, wenn eine Übersäuerung/Azidose vorliegt, oder wenn Leute wenig trinken und sich permanent ungesund ernähren oder wenn regelrechte Calcium/Magnesium-Mangelerscheinungen vorliegen. Da hilft es, die Niere zu entlasten oder einem Knochenabbau (Calcium-/Magnesium-Speicher) entgegenzuwirken. Klar ist, dass eine ganze Menge Leiden und Krankheiten durch Säureüberschuß=Basenmangel begünstigt werden - aber das könnt ihr selbst googeln.
Ich ernähre mich nicht mit viel Cola, Alkohol, Fleisch oder übermäßig Kaffee. Das Verbesserungspotential des Wohlbefindens ist so gering, dass ich da keine Korrelation mit pH-Werten herstellen kann.
Produkte? Ich würde eher auf die Zusammensezung achten alsauf schicke Markenprodukte. Völlig Wurst, ob das Natrium, Calcium oder Magnesium aus Produkt X oder Y kommt. Citrate sind aber etwas besser verstoffwechselbar und schmecken nicht so unangenehm. Das Verhältnis von Calcium zu Magnesium sollte aber stimmen und nicht nur ein unbedeutender Teil der empfohlenen RDA-Menge (Recommended Daily Allowance) sein.
Angst vor zuviel Calcium unberechtigt, Zeitpunkt der Zufuhr entscheidend
Erstens: Mein Doc sagt, dass die Zufuhr von Calcium und Magnesium schon ok ist und dass man keine Angst haben muss, zuviel Calcium zu bekommen. Die Befürchtung, dass zuviel Calcium Nierensteine macht ist aufgrund neuerer Studien und Erkenntnisse nicht zutreffend. Ein Liter Milch hat ca. 1 g Calcium. Wenn man einen Liter Milch pro Tag mehr trinkt, denkt ja auch Niemand an etwas Schlimmes. Zweitens: Mein Doc sagt, dass der richtige Zeitpunkt für di Mineralstoffzufiuhr wichtig ist. Mn kann nur "Senken" auffüllen, sonst wird der größte Teil der zugeführten Mineralien einfach sinnlos ausgeschieden. Also den typischen Verlauf des Calcium-/Magnesiumspiegels nutzen und nachmittags bis Abend oder nach den Sportaktivitäten bzw. Demineralisierung die Pillen oder Basenpulver zuführen. Ist viel effektiver. Drittens: Der Calciumeinbau in die Knochen ist viel effektiver mit Vitamin D3. Also ab in die Sonne oder Vitamin D3 Pillen. Pillen, die nur Viamin D3 enthalten, sind relativ billig, mit Basenpulver zusammen billiger als Calcium + D3. Ich glaube 5µg pro Tag D3 zusätzlich kann nicht schaden, wenn man über 40 ist, na und Calcium wisst ihr ja --> 400 -800 mg und Magnesium 1/3 bis die Hälfte davon, also ca. 300 mg.